Baustoffwerke Havelland GmbH & Co KG

Funktionalität und Ästhetik
Büro- und Verwaltungsgebäude unterliegen grundsätzlich dem Diktat der Funktionalität. In einigen Fällen kommt zu der zweckgebundenen Nut­zung auch noch eine imagebildende Gestaltung hin­zu. Insbesondere dort, wo es um den eige­nen Fir­men­sitz geht. Eher selten ist der Umstand, das Firmenidee und –zweck sich in idealerweise mit dem verwendeten Ma­te­rial für den eigenen Verwaltungsbau in Über­ein­stim­mung bringen lassen. Eines dieser eher seltenen Bei­spie­le ist der Neubau der Verwaltung der Bau­stoffwerke Ha­vel­land GmbH & Co. KG in Ora­nien­burg. Dieser wurde in gut zwölfmonatiger Bauzeit im Wesentlichen mit UNIKA Kalksandstein aus der eignen Produktion erstellt.
Als zweigeschossiger und vollunterkellerter Kubus zeich­net sich der Verwaltungstrakt durch eine markante Fas­sade aus bodentiefen Fenstern und Kalk­sand­stein­ver­blendern aus. Über den großzügigen Haupteingang gelangt man in das Innere des Bauwerks, das eine Ge­samt­nutzfläche von rund 890 m2 bietet.

Wirtschaftlich bauen
Bereits im Herbst 2012 begann man bei dem auf die Herstellung und den regionalen Vertrieb von UNIKA Kalksandstein spezialisierten Unternehmen mit dem Bau eines neuen Verwaltungszentrums. Neben einem mas­siven und wasserdichten Kellergeschoss umfasst der in der Grundfläche 20 Meter mal 18 Meter große Bau Erd- sowie Obergeschoss. Alle Innen- und Außenwände wurden in massivem Mauer­werk aus UNIKA KS Plan­ele­men­ten in der Rohdichteklasse 2,0 sowie der Druck­fes­tig­keitsklasse 20 er­rich­tet. Bereits im Vorfeld der Bau­maßnahme fertigten die KS-Spezialisten von UNIKA ent­sprechende Wand­verle­gepläne auf der Basis des Ge­bäudeentwurfes an. Denn UNIKA KS Planelemente ste­hen für eine um­fas­sende Material- und Bau­stel­len­ablaufoptimierung. Da alle verwendeten Materialien aus dem eigenen Werk ent­stammten, entfiel die sonst eben­falls auf den Bau­ablauf abgestimmte Logistik.

Maßgenau vorkonfektioniert
UNIKA KS Planelemente lassen sich schnell und einfach von Ein- oder Zwei-Mann-Teams, unterstützt durch Ver­setz­geräte, vermauern. Das Zusammenspiel der maß­genauen Vorkonfektionierung mit der einfachen und rationellen Versetztechnik führt zu einer spürbaren Beschleunigung des Baufortschritts. Zudem können dank der Wand­verlegepläne mögliche Fehlerquellen bereits im Vor­feld entdeckt und beseitigt werden. Die in den Plänen ent­haltenen exakten Flächenangaben ermög­lichen darüber hinaus verlässliche Prognosen über die Bauzeit, wodurch der gesamte Bauablauf noch besser koordiniert werden kann.
UNIKA KS Planelemente sind in unterschiedlichen Wand­dicken, Elementhöhen, Rohdichte- und Druck­festig­keitsklassen sowie mit oder ohne Nut an der Element­unterseite verfügbar. Zu den standardmäßig am häufigsten angeforderten Wanddicken zählen 11,5 cm, 15 cm, 17,5 cm und 20 cm; geringere oder größere Dicken sind aber ebenfalls verfügbar. Bei der Element­höhe ist zwischen 498 und 623 mm zu wählen. UNIKA KS Planelemente werden standardmäßig in den Roh­dich­teklassen 1,8, 2,0 und 2,2 sowie in der Druck­festigkeitsklasse 20 angeboten. Regional sind sie auf Anfrage auch in der Rohdichteklasse 2,4 und der Druck­festigkeitsklasse 28 lieferbar.

Einheitliche Materialsprache
An den Außenwänden erhielt das nach den aktuellen Vor­­gaben der EnEV wärmegedämmte Gebäude ein Sicht­mauerwerk. Kaum ein anderer Werkstoff eignet sich besser für die Ausbildung von Sichtmauerwerk mit maß­stäblicher und unaufdringlicher Optik als Kalk­sandstein. Neben unterschiedlichen Formaten und Ober­flächen­ausbildungen lässt sich Kalksandstein Sicht­mauer­werk bestens mit anderen Materialien wie Holz, Glas oder Beton kombinieren. Außerdem kann es je nach Einsatzzweck unbehandelt bleiben, farblos imprägniert oder deckend gestrichen werden. Im Zu­sam­menspiel von Form, Ober­fläche und Fugennetz ent­steht so aus Kalksandstein Mauerwerk ein individuelles Ge­stal­tungs­element. Beim Ver­waltungs­ge­bäude in Ora­nien­burg kam als gestaltendes Fassa­den­ele­ment ein KS-Verblender zum Einsatz.

Energetisch passivhaustauglich
Neben der architektonischen Gestaltung und der einheitlichen Materialsprache überzeugt der Ver­wal­tungsneubau auch durch sein hohes energetisches Ni­veau. Dies wurde möglich, da die wesentlichen Teile der Außenhülle – die Außenwand und das Flachdach – mit einem passivhaustauglichen U-Wert von 0,15 W/m2K aus­geführt wurden. Neben der ausreichenden Däm­mung der Außenhülle stattete man alle Fenster mit ei­ner mo­dernen Dreifach-Verglasung aus.
Sowohl in der Planungs- als auch in der Aus­füh­rungs­phase achtete man auf die fachtechnisch einwandfreie Umsetzung der verschiedenen Bauteilanschlüsse. Dies sorgt unter anderem für eine notwendige Luftdichtheit des Neubaus. Sie ist eine der die Voraussetzung für energetische Effizienz, da hierdurch Bauschäden durch z. B. Feuchtigkeit vermieden werden können. „Beim Luftdichtheitstest wurde ein passivhaustaugliches Ergebnis erzielt“, erläutert Dipl.-Ing. Jan Balkowski, Trinity Consulting, Uetze, die energetischen Maß­nah­men. „Der sogenannte n50-Wert (Ergebniswert der Luftdichtheitsmessung) liegt bei 0,55 1/h. Der Anfor­derungs­wert für die Luftdichtigkeit eines Pas­siv­hau­ses beträgt n50 = 0,6 1/h. - Die sorgfältige Detail­planung und –ausführung hat sich überprüfbar aus­gezahlt!“

Wetter verzögerte Fertigstellung
Selbst beste Vorplanungen, ideale Baustoffe und handwerklich anspruchsvolle Ausführung haben keinen Einfluss auf das Wetter. So konnten die Ende 2012 begonnen Bau­ar­beiten für den neuen Ver­wal­tungs­bau in Oranien­burg aufgrund des strengen Win­ters erst Ende März 2013 wieder aufgenommen werden. die Fer­tigstellung sowie der Einzug in die neuen Räum­lichkeiten erfolgten deshalb im Frühjahr 2014.

Energie-Fachberatung:
Dipl.-Ing. Jan Balkowski
Trinitiy Consulting
Uetze
Bauherr:
Porenbetonwerk Havelland GmbH & Co. KG
Oranienbrug-Germendorf
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